Kampf gegen Tiefflüge geht weiter Vizelandrat verhandelt im Verkehrsministerium
BAD BELZIG - Der Kampf für eine Höherlegung der Anflugrouten auf den neuen Großflughafen Berlin-Schönefeld geht unvermindert weiter. Potsdam-Mittelmarks Vizelandrat Christian Stein (CDU) hat jetzt im Bundesverkehrsministerium noch einmal gegen die niedrigen Wendeschleifen im Fläming protestiert.
„Ich habe klar gesagt, dass ich mit der geringen Flughöhe von 1200 Metern nicht einverstanden bin“, berichtete Stein in einem MAZ-Gespräch von seinem Zusammentreffen mit dem parlamentarischen Staatssekretär Jan Mücke (FDP) Ende voriger Woche. Er habe den Eindruck, so der Beigeordnete, dass man im Ministerium die Probleme der Einwohner im Fläming durchaus ernst nehme.
Christian Stein war auf Vermittlung der Bundestagsabgeordneten Andrea Voßhoff (CDU) in der Berliner Behörde. Begleitet wurde er außer von Voßhoff selbst auch vom Landtagsabgeordneten Ludwig Burkardt (CDU), Treuenbrietzens Bürgermeister Michael Knape (noch FDP), Bad Belzigs Bürgermeisterin Hannelore Klabunde (parteilos) und dem Chef des Segelflugplatzes Lüsse, Herbert Märtin.
Der Vizelandrat vertritt seinen Chef Wolfgang Blasig (SPD) in der Fluglärmkommission. Die tagt am 30. Januar zum nächsten Mal. Dann geht es um die Festlegung der Flugrouten. „Daran können wir nichts mehr ändern, aber an deren Höhe“, erklärte Christian Stein. Er plädierte für die Umsetzung des so genannten Münchner Modells, wobei die Flieger in größerer Höhe den Airport ansteuern und in kürzerer Distanz zum Ziel heruntergehen.
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) erwägt bereits die Anwendung dieses Verfahren auf den Flughafen Schönefeld. Der ebenfalls den Fläming vertretende Bundestagsabgeordnete Frank-Walter Steinmeier (SPD) hatte sich kürzlich für die Prüfung eingesetzt (die MAZ berichtete). |